Protokoll der 4. ordentlichen Mitgliederversammlung der Schweizerischen Willibrord-Gesellschaft

Samstag, den 5. Februar 2005, im Kirchgemeindehaus St Ursula's, Jubiläumsplatz, Bern.

Entschuldigt waren Harald Rein, Max Gürtler, Daniel Konrad, Wolfgang Kunicki, Frau Ducrey (Spital), Peter Hagmann, Erwin Gut (allgemeiner Wunsch: die MV soll nicht in die Skiferien fallen !). Anwesend: ca. 20 Personen.

  1. Begrüssung
    Der Präsident, Pfr Klaus-Heinrich Neuhoff, eröffnete die Mitgliederversammlung um 10:00 Uhr und hiess die am MV teilnehmenden Mitglieder willkommen. Insbesondere hiess er The Revd Jeremiah Anderson (aus Südindien, z.Z. in Bossey) herzlich willkommen.

  2. Das Protokoll der 3. Mitgliederversammlung vom 14. Februar 2004
    wurde verteilt und von MV angenommen.

  3. Jahresbericht über die Vereinstätigkeit
    Der vom Präsidenten verfasste Jahresbericht wurde verteilt und kommentiert von Pfr. Neuhoff. Im Verlauf des Jahres hat man Sarah Aebersold als Vorstandsmitglied verloren infolge ihres Wegzuges nach Cambridge. Er dankte ihr für die engagierte Mitarbeit. Wegen der Studienpause von Pfr Simpson musste der Vorstand mit nur 2 Personen plus Kassier auskommen. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem christkatholischen Medienkomittee wurde der Mangel teilweise ausgeglichen. Der Präsident berichtete vom Willibrord-Tag 2004, abgehalten am 20.November in Allschwil. Eine Diskussionsrunde zum Thema 'Öffentlichkeitsarbeit der Willibrordgesellschaft im Vorfeld des Jubiläumsjahres 2006' wurde durchgeführt. Die anglikanische Seite wurde von Archdeacon John Williams, die christkatholische von Bischofsvikar Harald Rein vertreten. Die Ergebnisse wurden von Kirchenblattredaktorin Jean Drummond-Young zusammengefasst. Am Nachmittag fand ein Podiumsgespräch zum Thema "Eucharistische Gastfreudschaft" statt. Darüber wurde im Christkatholischen Kirchenblatt berichtet. Leider muss festgehalten werden, dass die Pressearbeit im Vorfeld dieses Tages unbefriedigend verlaufen war und die Teilnahme entsprechend gering. Der Termin fiel mit einigen "Bazars" zusammen. Zum Schluss dankte der Präsident Hannes Felchlin herzlich für die Gestaltung des Auftritts der SSW auf der website der Christkatholischen Kirche (www.christkath.ch/index.php?id=439).

  4. Die Jahresrechnung von 2004
    Der amtierende Kassier, Hector Davie, erläuterte die Abrechnung, die mit einem Gewinn von Sfrs 406.21 abschloss. Bankspesen seien gering gewesen, da die meisten unserer Geschäfte über die Post laufen. Er fragte, ob die Gesellschaft sich weiterhin mit einer Grossbank (UBS) beschäftigen sollte in Anbetracht der steigenden Bankspesen. Der Übertrag steigt nun auf Sfrs 2763.16.

  5. Der Revisorenbericht von Max Gürtler und Brian Morgan
    wurde verteilt. Die Mitgliederversammlung folgte dem Antrag der Revisoren und genehmigte die vorgelegte Abrechnung nem. con.

  6. Budget 2005
    Der vom Kassier vorgeschlagenen Budgetplan wurde mit kleinen Änderungen angenommen (beim Aufwand wurden die Gaben reduziert von Sfrs 1'000 auf 500.- und die Broschüre von Sfrs 200.- auf 500.- erhöht, was einen Aufwand von Sfrs 1750.- statt 1'950.00 bedeutete). Der Voranschlag des Einkommens blieb bei Sfrs 1'550.00. Man rechnete daher mit einem Verlust von Sfrs 200.-. Der Kassier empfahl, dass die Mitgliederbeiträge unverändert bleiben

    Der Budgetplan wurde von der MV angenommen mit Dank an den Kassier für seine gewissenhafte Arbeit und seinen Einsatz.

  7. Wahlen:
    John Newsome, Klaus Heinrich Neuhoff und Lars Simpson sind die übrig gebliebenen Mitglieder des Vorstandes.

    7.1 Klaus-Heinrich Neuhoff wurde mit Applaus als Präsident wiedergewählt.

    7.2 Hector Davie ebenfalls als Kassier. Ein Platz im Vorstand ist noch zu besetzen.

    7.3 Revisoren. Es wurde festgestellt, dass die beiden Revisoren, die Herren Gürtler und Morgan, sich bereit erklärten, sich weiter für dieses Amt zur Verfügung zu stellen.

  8. Jahresprogramm
    Schon in Bezug auf den Jahresbericht (3) und die Beziehungen zwischen Anglikanern und Christkatholiken hat Bishop Fritz-Rene Müller darauf aufmerksam gemacht, dass der Erzbischof von Canterbury am 29. Internationalen Altkatholikenkongress in Freiburg im Breisgau (7.-10. August 2006) anwesend sein und (wie auch Erzbischof Vercammen) einen Vortrag halten wird zum Thema Altkatholiken und Anglikaner in Europa. Ferner wird das 75. Jubiläum der Unterzeichnung des 'Bonn Agreements' gebührend gefeiert. Bischof Müller wies auch darauf hin, dass es im November 2005 in Wislikofen ein Treffen der A.O.C.I.C.C. (Anglican-Old Catholic International Consultative Council) geben wird. Er stellte fest, dass ein erheblicher Kenntnismangel bestehe in den Beziehungen zwischen Christkatholiken und Anglikanern in der Schweiz. Wir kennen einander kaum, besonders was die 'grass roots' betrifft. Er machte den Vorschlag, dass es im Kirchenblatt ein "English corner" geben könnte. Von anglikanischer Seite wurde erklärt, dass es kein Kommunikationsorgan gebe für die gesamte Archdeaconry - Geld und Personal sind einfach nicht vorhanden. Die chaplaincies sind verpflichtet, einander ihre Monatsblätter gratis zuzustellen. Es wäre einfach dieses Vorgehen auf den christkatholischen Bischof, den Präsidenten der SWG, die Kirchenblattredaktorin, Bischofsvikar Harald Rein, Christoph Schuler von Partner Sein zu erweitern.

    Anlässlich des 25. Jubiläums des Bistums von Gibraltar in Europa organisieren die anglikanischen chaplaincies lokale Pilgerreisen in den Monaten Mai bis Juli. Dazu sind die christkatholischen Gemeinden am Ort auch herzlich eingeladen. Ein Gesamtprogramm (von Revd Sam Van Leer - Anglik. Bern) wurde verteilt.

  9. Nach der Eucharistiefeier, zelebriert von Bischof Fritz-Rene und nach einem reichhaltigen Lunch, vorbereitet von Frau Joanna Davie und ihren Helferinnen, sprach the Revd Jeremiah Andersen über die Kirche von Südindien, ihre Entstehung und heutige Situation. Die Kirche wurde 1947 aus einem Zusammenschluss von Anglikanern, Presbyterianern und Kongregationalisten gegründet. Im Zuge der indischen Unabhängigkeitsbewegung hat man damals versucht, alle Christen zusammmen zu bringen. Die Kirche besteht heute aus 21 Bistümern, umfasst 5 Millionen Christen und erstreckt sich über 4 Staaten. Die Kirche ist stark vertreten im Erziehungswesen und auf den Universitäten

    Das grösste Problem der Kirchen von Südindien ist einmal die Tatsache, dass jeder der vier Staaten eine andere Sprache hat und zudem das Kastensystem noch nicht abgebaut ist. Das grosse Problem der Armut und der sozialen Ungerechtigkeit ist ein beständiger Begleiter aller Missionsbestrebungen dieser Kirche. Das Christian Medical Hospital betreut 3'000 Patienten, hat 5'000 Angestellte und 5'000 Tagespatienten. Gleichzeitig werden 700 Studenten als Ärzte ausgebildet.

    Er sei sehr dankbar für die Erfahrungen und Begegnungen, die er in Bossey, auch von Seiten anderer christlicher Minoritäten, gemacht hat.

Der Präsident schloss die MV um 15.30.

PH