Statuten der Schweizerischen Willibrord-Gesellschaft

Name und Zweck

Art. 1

Unter dem Namen "Schweizerische Willibrord-Gesellschaft", "Society of Saint Willibrord, Switzerland" besteht ein Verein im Sinne von Art. 60-79 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches.

Art. 2

Der Verein verfolgt den Zweck:

  1. die volle Kirchengemeinschaft zwischen anglikanischen und altkatholischen Kirchen, wie sie im Bonner Übereinkommen von 1931 vereinbart worden ist, im kirchlichen Alltag sichtbar werden zu lassen;
  2. das Bewusstsein für die anglikanisch-altkatholischen Beziehungen in beiden Kirchen zu fördern;
  3. die Kontakte zwischen Gliedern der christkatholischen Kirche der Schweiz und der anglikanischen Archdeaconry of Switzerland (einschliesslich der Gemeinde der ECUSA in Genf) zu pflegen;
  4. die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kirchen, ihren Gemeinden und Institutionen zu fördern und zu unterstützen.

Art. 3

Der Verein pflegt den Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen nationalen Willibrord-Gesellschaften.

Der Verein versteht sich als Institution der christkatholischen Kirche der Schweiz und der Archdeaconry of Switzerland und sucht die Anerkennung durch die zuständigen Organe der beiden Kirchen.

Mitgliedschaft

Art. 4

Mitglieder des Vereins können werden:

  1. Personen, die der christkatholischen Kirche der Schweiz oder der Archdeaconry of Switzerland angehören;
  2. Personen, die einer anderen altkatholischen oder anglikanischen Kirche angehören und sich für die Förderung der Beziehungen der beiden Kirchen in der Schweiz einsetzen wollen;
  3. Personen, die weder einer altkatholischen noch einer anglikanischen Kirche angehören, aber die Vereinsziele aktiv unterstützen möchten.
  4. Juristisch anerkannte Organisationen (z.B. Kirchgemeinden), die die oben genannten Ziele unterstützen.

Art. 5

Beitrittserklärungen sind an den Vorstand zu richten, der über die Aufnahme entscheidet.

Wenn ein Mitglied austreten will, so muss es sich schriftlich an den Vorstand wenden. Der Austritt ist nur auf Ende Jahr möglich und muss mindestens drei Monate vorher dem Vorstand gemeldet werden.

Organisation

Art. 6

Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand
  3. zwei Rechnungsrevisorinnen/Rechnungsrevisoren

Art. 7

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet einmal jährlich im ersten Halbjahr statt. Eine ausserordentliche Mitgliederversammlung wird einberufen, wenn der Vorstand es beschliesst oder mindestens ein Fünftel der Mitglieder es verlangt.

Die Mitgliederversammlung beginnt mit einem Gottesdienst.

Art. 8

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand einberufen und geleitet. Eine schriftliche Einladung mit Traktandenliste ist mindestens 20 Tage im voraus allen Mitgliedern zuzustellen.

Art. 9

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Ihre Aufgaben sind:

  1. Genehmigung des Jahresberichtes über die Vereinstätigkeit
  2. Genehmigung der Jahresrechnung
  3. Genehmigung des Budgets
  4. Festsetzung des Mitgliederbeitrages
  5. Wahl der Präsidentin/des Präsidenten, der übrigen Vorstandmitglieder und der Rechnungsrevisorinnen/Rechnungsrevisoren
  6. Beschlussfassung über Grundsätze der Vereinstätigkeit
  7. Beschlussfassung über das vom Vorstand vorgelegte Jahresprogramm
  8. Beschlussfassung über weitere Geschäfte, die ihr vom Vorstand vorgelegt werden
  9. Beschlussfassung über Anträge der Mitglieder

Anträge der Mitglieder können auch an der Versammlung selbst noch gestellt werden.

Art. 10

An der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende Mitglied eine Stimme. Mitgliederorganisationen im Sinne von Art. 4d dürfen bis zu zwei stimmberechtigte Delegierte entsenden.

Wahlen und Abstimmungen werden offen durchgeführt, sofern nicht mindestens drei Mitglieder eine geheime Wahl oder Abstimmung verlangen.

Sofern die Statuten nichts anderes festlegen, ist ein Antrag angenommen, wenn mehr Ja-Stimmen als Nein-Stimmen eingehen.

Bei Wahlen ist diejenige Person oder sind diejenigen Personen gewählt, welche die meisten Stimmen bekommt bzw. bekommen.

Art. 11

Der Vorstand besteht aus der Präsidentin/dem Präsidenten und zwei bis vier weiteren Mitgliedern. Die Amtszeit beträgt ein Jahr und dauert von einer ordentlichen Mitgliederversammlung zur nächsten. Wiederwahl ist möglich.

Art. 12

Im Vorstand müssen sowohl die anglikanische als auch die altkatholische Seite vertreten sein. Ausserdem ist nach Möglichkeit auf eine ausgewogene Vertretung von Geistlichen und Laien sowie Männern und Frauen zu achten.

Art. 13

Der Vorstand leitet die Vereinsgeschäfte. Er kann zu allen Fragen Beschlüsse fassen, sofern diese im Rahmen der Vereinsziele und den Beschlüssen der Mitgliederversammlung liegen. Er legt der Mitgliederversammlung ein Programm für das nächste Vereinsjahr vor.

Art. 14

Der Vorstand konstituiert sich selbst. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.

Art. 15

Die Rechnungsrevisorinnen/Rechnungsrevisoren werden von der Vereinsversammlung auf ein Jahr gewählt. Wiederwahl ist möglich.

Art. 16

Die Rechnungsrevisorinnen/Rechnungsrevisoren kontrollieren die Jahresrechnung, erstatten der Mitgliederversammlung über ihre Kontrolle Bericht und beantragen ihr die Annahme oder Ablehnung der Jahresrechnung.

Finanzen

Art. 17

Der Verein beschafft sich die notwendigen finanziellen Mittel durch Beiträge der Mitglieder, Zinsen auf Vereinsvermögen, Erträge aus Vereinsanlässen, Spenden und andere Zuwendungen.

Art. 18

Der Mitgliederbeitrag wird von der Mitgliederversammlung festgelegt, beträgt aber für Einzelmitglieder höchstens 50 Franken pro Jahr.

Art. 19

Der Verein haftet ausschliesslich aus seinem eigenen Vermögen. Jede persönliche Haftung der Mitglieder über den Mitgliederbeitrag hinaus ist ausgeschlossen.

Statutenrevision und Vereinsauflösung

Art. 20

Ein Antrag auf Statutenänderung ist angenommen, wenn ihm an der Mitgliederversammlung mindestens zwei Drittel der anwesenden Mitglieder zustimmen.

Art. 21

Ein Antrag auf Auflösung des Vereins muss schriftlich beim Vorstand eingereicht werden. Die Abstimmung darüber muss innerhalb eines halben Jahres auf schriftlichem Weg oder an einer ordentlichen oder ausserordentlichen Mitgliederversammlung erfolgen, wobei der Antrag bereits in der Einladung angekündigt sein muss.

Er ist angenommen, wenn ihm an der Mitgliederversammlung zwei Drittel der anwesenden Mitglieder zustimmen, oder wenn in schriftlicher Abstimmung zwei Drittel der Mitglieder ihr Einverständnis erklären.

Art. 22

Im Falle einer Auflösung besorgt der Vorstand die Liquidation des Vereins, sofern die Mitgliederversammlung kein anderes Gremium einsetzt. Das Vereinsvermögen wird, sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes bestimmt, zu gleichen Teilen der christkatholischen Kirche der Schweiz und der Archdeaconry of Switzerland übergeben und muss im Sinne des Vereinszwecks verwendet werden.

Diese Statuten wurden an der Gründungsversammlung der Schweizerischen Willibrord-Gesellschaft vom 21. Februar 2001 in Bern einstimmig beschlossen. Nach Beschluss der 1. ordentlichen Mitgliederversammlung vom 23. Februar 2002 wurden die Artikel 4d, 10 und 18 ergänzt.

St. Gallen und Trimbach, Februar 2001 Ergänzung: Ende Juli 2002

Adrian Suter
Tagespräsident der Gründungsversammlung

Klaus Heinrich Neuhoff
Präsident der Schweizerischen Willibrord-Gesellschaft